--- Wählen gehen!!! --- Bürgermeister-Stichwahl ist am 22.09.2019

Programm 2019

 
 
 
 
CDU-WAHLPROGRAMM
FÜR DIE GEMEINDE SCHÖNEFELD 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
INHALT
 
 
- VORWORT
Jana Schimke, CDU, Mitglied des Bundestages
Björn Lakenmacher, CDU, Mitglied des Brandenburgischen Landtages
- PRÄAMBEL
- EHRENAMT UND ORTSBEIRÄTE
- KINDER- UND JUGENDBEIRAT
- JUNGE WÄHLERINNEN, JUNGE WÄHLER
- GENERATIONEN, TREFFPUNKTE UND KULTUR
- SPORT
- JUGEND, BILDUNG UND SCHÜLERVEHRKEHR
- GESUND AUFWACHSEN MIT REGIONALER KOST
- ÖFFENTLICHER PERSONENNAHVERKEHR
- SICHERHEIT, ORDNUNG UND SAUBERKEIT
- VERKEHR UND FLUGHAFEN
- WOHNEN UND LEBEN
- SENIORENGERECHTES WOHNEN IM ALTER
- INVESTITIONEN IN DIE INFRASTRUKTUR
- VERWALTUNG
- MARKENKERN UND WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
- DIGITALISIERUNG
- SCHLUSSWORT
 
 
 
 
 
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
am 26. Mai 2019 fanden mit der Kommunal- und Europawahl der Auftakt in ein wichtiges Wahljahr in ganz Brandenburg statt. Nach den Wahlen im Mai folgen im Herbst die Landtagswahl und in Schönefeld die Neuwahl des Bürgermeisters. Alle vier Wahlen eint, dass die Weichen für die Zukunft unserer Heimat neu gestellt werden.
Schönefeld hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Dennoch stellen wir fest, dass wir gerade im Bereich der Verkehrs-Infrastruktur vor enormen Herausforderungen stehen. Bis 2040 wird mit einer Zunahme von 500.000 Fahrzeugen pro Tag und 55 Mio. Fluggästen im Jahr gerechnet. Deshalb müssen die angedachten Maßnahmen zur Verkehrsentflechtung zeitnah umgesetzt werden.
Mit der Inbetriebnahme des BER ist mit einem weiteren Einwohnerzuwachs in der Flughafenregion zu rechnen, der ohne die Schaffung einer ausreichenden sozialen Infra-struktur, wie Schul- und Kitaplätze für die Bürger in Schönefeld, nicht zu leisten ist.
Deshalb ist es wichtig, dass gerade die Gemeindevertretung in den kommenden Jahren die richtigen Entscheidungen für die Zukunft trifft. Die CDU Schönefeld steht dafür auch für die Zukunft mit einem starken Team bereit. Gemeinsam wollen wir die weitere Entwicklung Schönefelds in die richtige Richtung lenken mit dem Ziel, die Wohn- und Lebensqualität weiter zu erhöhen.
 
Herzliche Grüße
Jana Schimke
Mitglied des Deutschen Bundestages
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Liebe Schönefelderinnen und Schönefelder,
 
am 26. Mai 2019 waren Sie aufgerufen, die Schönefelder Gemeindevertretung, einen neuen Kreistag für unseren Landkreis Dahme-Spreewald sowie das neue Europaparlament zu wählen.
Sie entschieden mit Ihren Stimmen bei der Wahl zur Gemeindevertretung Schönefeld darüber, wem Sie die zukünftigen Weichenstellungen vor Ort in Ihrer Gemeinde anvertrauen.
Die Gemeinde Schönefeld steht als Anker einer prosperierenden Wohn,- Wirtschafts- und Wachstumsregion vor großen und zukunftsweisenden Herausforderungen. Die zu erwartende Eröffnung des Flughafens BER erfordert Entscheidungen mit Augenmaß, Mut und sozialer Kompetenz.
Mit den Kandidatinnen und Kandidaten der CDU Schönefeld stellten sich Frauen und Männer zur Wahl, welche mit ihren unterschiedlichen Biografien und Berufsbildern ein hohes Maß an Lebenserfahrung und Fachwissen in die Kommunalpolitik tragen.
 
Herzlichst
Ihr
Björn Lakenmacher MdL
Kreisvorsitzender der CDU Dahme-Spreewald 
 
 

Die Kommunalwahl 2019 fand vier Monate vor den Bürgermeisterwahlen und zugleich mit den Wahlen zum Europaparlament statt. Der 26. Mai 2019 diente somit als ein erster Messfühler für die politische Stimmung in der Flughafenregion und speziell in unserer Gemeinde. Am 26. Mai 2019 bestimmten Sie den kommenden Weg der nächsten fünf bis acht Jahre. Mit Ihrer Stimme für die CDU stellen Sie den Fortschritt einer bodenständigen, heimatverbundenen Entwicklung zum Wohle der hier lebenden Menschen sicher.
 
Der Süden der Gemeinde Schönefeld stellt mit dem Einrichtungscenter und dem Lilienthalpark in Waltersdorf den wirtschaftlichen Motor unserer Gemeinde dar. Hier werden durch die ansässigen Firmen die hohen Gewerbesteuereinnahmen generiert, die bis heute den Grundstein für den Wohlstand und den Aufstieg in der Gemeinde begründen.
 
Die hohe Attraktivität des Standortes erfordert eine belastbare und zuverlässige Straßenverkehrsanbindung an die A 113 und A 117, um insbesondere an Wochenenden und verkaufsoffenen Sonntagen dem Ansturm der Kunden mit dem Auto gerecht zu werden.
 
Der beständig zunehmende Individualverkehr u.a. von Pendlern aus den S-Bahngemeinden von und nach Berlin übersteigt bereits heute die Kapazität einzelner Verkehrsknoten, so dass die zu erwartende Eröffnung des Flughafens in den Verkehrsspitzen unweigerlich an den Rand der Leistungsfähigkeit führen wird.
 
Es ist davon auszugehen, dass die „Rot – Rote“ Regierungskoalition in Brandenburg nichts unversucht lassen wird, das beschädigte Image des „Flughafen- Großprojektes“ aus den Negativschlagzeilen zu holen. Vielfältige und wiederkehrende Versprechen der Landesregierung an die besonders betroffenen Gemeinden weckten dort Hoffnungen, entpuppten sich jedoch bei näherer Betrachtung als „Mogelpackungen“! Die Fertigstellung des Flughafens ist bis heute nicht verlässlich terminiert.
 
In diesem Umfeld entwickeln sich die Themen Verkehr und Fluglärm, insbesondere in den belasteten Ortsteilen wie Waltersdorf, Kiekebusch/Karlshof, Waßmannsdorf und Selchow, zu einem wichtigen Gradmesser für die Glaubwürdigkeit politischer Versprechen. Die Entwicklung des Flughafens und das damit verbundene Einbeziehen der Verkehrsregion Schönefeld sind unweigerlich miteinander verbunden. Der Flughafen kann sich zu einem besonderen Antrieb für unsere Gemeinde entwickeln. Wir wollen dafür Sorge tragen, diesen Standort angemessen in die schnell wachsende Region einzubetten.
 
In den betroffenen Ortsteilen um den neuen Flughafen herum leben unsere Einwohner inmitten eines gewaltigen Entwicklungsgebietes. Neue Straßen und Bahnlinien entstehen, Häuser und Ortsteile wurden abgerissen oder umgesiedelt. Anteilige Schallschutzmaßnahmen warten bis heute auf ihre Umsetzung. Neue Wohngebiete, Schulen und Kindertagesstätten werden gebaut und die Einwohnerzahl der Gemeinde steigt kontinuierlich an.
 
Diese Entwicklung ist spannend und sehr rasant. Bei vielen erzeugt sie eine gewisse Sorge oder ein Gefühl der Ohnmacht, weil das Umfeld und die Heimat sich mehr und mehr von der ursprünglichen dörflichen Idylle zu einer neuen Kleinstadt rund um den Flughafen entwickelt. In absehbarer Zeit wird unsere Gemeinde auf bis zu 35.000 Einwohner anwachsen.
 
Es gilt, die Position unserer Gemeinde als gleichberechtigte Partnerin der uns umgebenden Nachbarn nachhaltig zu festigen. Die besondere geographische Lage zur Bundeshauptstadt Berlin erfordert eine klare und unmissverständliche Leitlinie des Verwaltungshandelns, auf deren Grundlage unsere Identität erhalten und der gemeinsame Lebensraum zum Wohle Schönefelds erhalten und entwickelt wird.
 
In persönlichen Gesprächen nehmen wir derartige Sorgen wahr. Einwohnerversammlungen und E-Mails bestärken unsere Wahrnehmungen vor Ort. Sie sind der Auftrag für unser bodenständiges Engagement.
 
Unsere Ideen sind unser Programm! Es soll dabei helfen, vor uns liegende Aufgaben und deren Lö­sungsansätze zu verstehen. Wir betrachten diese Entwicklung nicht als Bedrohung, sondern vielmehr als Chance zur gemeinsamen Gestaltung. Wie bisher werden die gewählten Vertreter der CDU durch ihr politisches Handeln die Rahmenbedingungen abstecken und Wege ebenen, um möglichst optimale Voraussetzungen in den Ortsteilen zu schaffen. Dabei gilt es, die Belastungen auf ein vertretbares minimales Maß zu reduzieren. Alle Einwohner unserer Gemeinde haben die Möglichkeit, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Einige nutzen bereits diese Form der Mitsprache und engagieren sich ehrenamtlich u.a. in Vereinen, Bürgerbewegungen, Ortsbeiräten oder in der Gemeindevertretung.
 

Ohne ehrenamtlich engagierte Menschen wäre unser Gemeinwesen, wie z.B. das Vereinsleben, wären Volksfeste und Traditionsveranstaltungen, das soziale Umfeld zur Betreuung hilfebedürftiger Mitmenschen und insbesondere die freiwillige Feuerwehr undenkbar.
 
Dazu zählt auch die Bereitschaft, politische Verantwortung zu übernehmen, um so ehren­amtlich die basisnahe Demokratie und die verträgliche Kompromisssuche in den Ortsteilen zu gewährleisten.
 
Mit wachsender Sorge ist ein spürbarer Rückgang bei der Nachwuchsgewinnung in allen Bereichen ehrenamtlicher Tätigkeiten zu verzeichnen. Deshalb setzen wir uns auch für eine höhere Anerkennung des Ehrenamtes sowie für das Schaffen von Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit aller im Bereich der sozialen, sportlichen und kulturellen Arbeit tätigen Organisationen, Einrichtungen und Vereine ein. Mit Hilfe eines gut funktionierenden Netzwerkes ist es weiterhin unser Ziel, jeden in der Gemeinde einzubinden, um auf vorhandenen Erfahrungen und Potentialen aufzubauen.
 
In der neuen Legislaturperiode möchte die CDU jährlich einen besonderen „Tag des Ehrenamtes“ einführen, an dem die außergewöhnlichen Leistungen von ehrenamtlich engagierten Menschen öffentlich gewürdigt werden sollen.
 
Wir setzen uns dafür ein, dieses besondere Engagement künftig im Zuge einer würdevollen, den Leistungen gerecht werdenden Großveranstaltung zu ehren und anzuerkennen. Im Kreise von Familienmitgliedern und Freunden erhoffen wir uns eine starke öffentliche Wahrnehmung. In diesem festlichen Rahmen gilt es, den Dank nicht allein den aktiven Ehrenamtlern, sondern auch den vielen wiederkehrend daheim gebliebenen, verzichtenden Familienangehörigen zu zollen.
 
Die CDU wird beispielsweise alle notwendigen und erforderlichen Investitionen in die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr zur qualifizierten Nachwuchsgewinnung unterstützen, um so die Grundlage für eine spätere aktive Laufbahn in der freiwilligen Feuerwehr sicherzustellen.
 
Zur Sicherung der Einsatzbereitschaft ist die örtliche Bindung aktiver Kameraden bedeutungsvoll. Nicht ohne Grund sind wir auf die zurückliegend erreichte besondere Dienstunfallabsicherung stolz, die mithin auf unsere Initiative eingeführt wurde.
 
Es gilt neue Wege und Möglichkeiten zu finden, um die Einsatzbereitschaft der Wehren in allen Ortsteilen verlässlich und sicher zu gewähren. Deshalb unterstützen wir die beginnende Diskussion zur Entlastung der ehrenamtlich tätigen Kameraden. So können wir uns lebhaft vorstellen, unsere Retter von administrativen Aufgaben zu entlasten, bis dahin, sie davon zu befreien. Es gilt, herauszufinden, ob bestimmte Kernaufgaben der Pflege und Wartung sowie büroadministrative Aufgaben von hauptamtlich zu beschäftigenden Kräften zu leisten sind.
 

Das Interesse, sich für seinen Ort zu engagieren, ist in jeder Generation vorhanden.
 
Wir sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen in unserer Gemeinde Einzug gehalten hat. Unser Engagement richteten wir auf die Gestaltung und Einrichtung eines Kinder – und Jugendbeirates. Erstmals erhielten junge Menschen einen direkten Zugang zur Politik. Der mittlerweile fest in der Gemeinde integrierte Kinder- und Jugendbeirat sicherte den jungen Menschen in unserer Gemeinde das Recht, an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes proaktiv teilzuhaben. Wir begleiten das junge Gremium und machten es so zu einem festen Bestandteil unserer politischen Landschaft. Die heute jungen Menschen gestalten hier die Wohlfühlräume ihrer eigenen Zukunft. Wir hoffen, so die Identifikation und Heimatverbundenheit zu stärken und unsere Jugend vor Ort zu binden. Eine wesentliche Aufgabe ist es, zukünftig dafür die Sorge zu tragen, dass der Einfluss dieses jungen Netzwerks auf die Institutionen der Gemeinde verfestigt und ausgebaut wird.
 
Die Zusammenarbeit mit den Kindertagestätten und Schulen ist zu intensivieren, um so weitere Orte des Wohlfühlens zu schaffen. Orte, die in den alltäglichen Nachmittags- und Abendstunden ebenso wie an den Wochenenden als willkommene Aufenthaltsorte dienen können. Dabei stehen Spiel- und Bolzplätze für die Kinder und Jugendlichen ganz vorn auf der Agenda.
 
Die CDU wird die Jugendlichen weiterhin in ihrem Projekt unterstützen, den Gutspark im Ortsteil Großziethen zu einer Begegnungsstätte für Jung & Alt zu machen.
 
Wir setzen uns dafür ein, die fachliche und überfachliche Jugendarbeit auf der Grundlage einer verbesserten Jugendsozialarbeit in Schönefeld zu intensivieren. Auf diesem Wege besteht die einmalige Chance der aktiven Zusammenarbeit mit vorhandenen Jugendclubs und Trägern der Jugendarbeit. Diese Netzwerkarbeit bildet den Rahmen, um auch dort den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden.
 

Wir wünschen uns, auf diesem Wege weitere Kinder und Jugendliche für die aktive Teilhabe zu begeistern.
Wir rechnen mit weiteren interessanten Vorschlägen und Anregungen für unsere politische Arbeit in den Gremien der Gemeinde. Vielleicht entwickelt der eine oder andere Jugendliche auch Interesse an einer späteren Mitarbeit in der Gemeindevertretung oder einem Ortsbeirat.
 

Wir begrüßen die Möglichkeit, sich ab dem 16. Lebensjahr als Wähler an den Kommunalwahlen zu beteiligen.
 
Wenn nicht jetzt, wann dann?
 
Es ist eine wunderbare Gelegenheit, mit der eigenen Stimme für die eigene Heimatregion zu stimmen. Wir sind überzeugt, dass wir nur mit unseren jungen Einwohnern eine gemeinsame Zukunft gestalten können. Immerhin entwickeln wir den Lebensraum von morgen. Deshalb maßen wir uns nicht an, die alleinigen Entwickler guter Ideen zu sein. Wir bauen auf die Unterstützung der jungen Menschen, um unser Schönefeld eines Tages in deren gute Hände zu übergeben!
 

Die Rolle und Bedeutung der Ortsbeiräte bei der Förderung und Unterstützung von Vereinstätigkeiten sowie Kulturveranstaltungen ist in den Ortsteilen sehr unterschiedlich ausgebildet.
 
Heute fehlt es in den Ortsteilen größtenteils an identifikationsbildenden Treffpunkten. Es fehlt häufig die Gaststätte, die traditionell einen willkommenen Versammlungs- und Veranstaltungsort darstellte. Wir treten dafür ein, das Dorfgemeinschaftshaus wieder zu beleben oder neu zu erschaffen.
In diesem Zusammenhang sind wir sehr daran interessiert, für Rotberg ein neues Dorfgemeinschaftshaus, welches sich durch eine Bewirtschaftung auszeichnet, zu begründen. Die Idee, diesem Ortsteil damit einen Raum für das ortsteilbezogene Gemeinschaftsleben zurückzugeben, wird seitens der CDU ausdrücklich begrüßt.
 
Eine sehr anspruchsvolle und sensible Herausforderung sehen wir im Zusammenleben zwischen Jung und Alt im täglichen Umgang miteinander.
 
Die Jugend- und Seniorentreffpunkte in den öffentlichen Einrichtungen, das Mehrgenerationenhaus und der Jugendclub in Großziethen haben sich durch eine kontinuierliche Betreuung zu angesehenen Adressen für junge und ältere Menschen entwickelt. Hier werden generationsübergreifende Begegnungen, vor allem im Rahmen eines nachhaltigen Freizeitangebotes gefördert. Es gelingt, Werte zu vermitteln, die das gedeihliche Miteinander und die positive Entwicklung der Gesellschaft fördern. Die CDU vertritt die Ansicht, dass bedarfsgerechte und der Einwohnerentwicklung Rechnung tragende Investitionen in neue Begegnungsstätten zunächst in den Ortsteilen Großziethen und Schönefeld getätigt werden müssen. Wir unterstützen daher alle Investitionen in geeignete Immobilien sowie den gezielten Grunderwerb zur Sicherung dieser Aufgaben. Wir begrüßen und unterstützen die Initiative im Ortsteil Waßmannsdorf ein Kultur- und Dokumentationszentrum für die Gemeinde Schönefeld zu errichten.
 
Den JUSEC in Waltersdorf möchte die CDU nach den Vorgaben des Denkmalschutzes sanieren. Die zentral gelegene Immobilie eignet sich sowohl als kultureller Anlaufpunkt für Jung & Alt als auch für auszulagernde verwaltungstechnische Aufgaben kommunaler Eigenbetriebe.
 
Vor allem in den kleinen Orten existieren die inzwischen traditionellen Ortsfeste, wie das Backofenfest in Rotberg, das Sommerfest in Kiekebusch, das Adventum in Waltersdorf oder das deutsch-mongolische Volksfest in Waßmannsdorf. Eines großen Zuspruchs erfreuen sich der traditionelle Sportlerball und das Kürbisfest in Kleinziethen, aber auch das Lichterfest in Schönefeld.
 
Die CDU setzt sich dafür ein, dass Vereine, Organisationen, kirchliche Einrichtungen und Privatinitiativen, die soziale Aufgaben erfüllen, angemessen gefördert und unbürokratisch unterstützt werden. Dem Servicegedanken der Verwaltung kommt bei dieser Form der Unterstützung eine besondere Bedeutung zu.
 

In Schönefeld sind in den letzten Jahren grundlegende Investitionen im Sportbereich getätigt worden, die den Vereinen heute auffallend gute Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg sichern. Auf den ersten Blick scheinen die Rahmenbedingungen für den Freizeitsport nahezu ideal.
Der Süden unserer Gemeinde ist vor allem im Fußball führend. Es existieren zwar keine Mehrzweck- oder Sporthallen, dafür aber mit dem RSV Waltersdorf e.V. ein über die Grenzen der Gemeinde hinaus erfolgreicher Sportverein.
 
Im Norden ist die SG Großziethen e.V. als einer der größten Sportvereine im Landkreis sehr breit aufgestellt und bietet vielen Sportarten ein würdiges Zuhause.
 
Insgesamt wurde in den letzten Jahren auf dem Großziethener Sportplatz Friedensweg ein erheblicher Investitionsaufwand betrieben, um eine wettkampffähige und moderne Sportstätte zu schaffen. Doch nicht jeder Anlieger teilt diese Freude, da besonders an Wochenenden oder in den Abendstunden Lärm- und Lichtemissionen für Verärgerung sorgen.
 
Die CDU ist davon überzeugt, dass in der kommenden Legislatur neue Wege zur Entspannung der relativ festgefahrenen Situation zu finden sind.
In diesem Sinne werden wir uns für die Suche nach einem neuen Standort, für eine neue Heimat der SG Großziethen einsetzen. Wir werden die Suche nach Flächen in Großziethen voranbringen, um im Rahmen einer noch anzuregenden Machbarkeitsstudie geeignete Flächen für den Neubau einer modernen Sportstätte zu erschließen.
 
Dabei sind wir auf die enge Zusammenarbeit mit dem Verein angewiesen. Wir stehen für jedwede beratende Initiative zur Seite und wollen so die sportlichen Erfolge fördern und die Existenz des Vereins bei idealen Rahmenbedingungen sicherstellen. Ginge es allein nach dem Willen der CDU, wären diese Lösungen binnen der kommenden Legislatur zu erarbeiten und abschließend umzusetzen.
Die verbleibende Sportstätte würden wir dem Schulsport zur Verfügung stellen, sodass nach dem Umzug der SG Großziethen die „streitbefangenen Spielzeiten“ entfallen. Somit gelänge es, die unmittelbaren Belastungen der Anrainer auf ein Minimalmaß zu reduzieren.
 
In Waßmannsdorf wurde der Sportplatz grundhaft saniert und somit dem modernen Standard aller übrigen Plätze angepasst. Dennoch scheint aus der Sicht der CDU eine Prüfung der Liegenschaft hinsichtlich einer bedarfsgerechteren Optimierung erforderlich. Erste Gespräche sind anzustreben.
 
Darüberhinausgehende Erweiterungen der Sportstätten sind maßgeblich vom Bedarf des jeweiligen Vereins und der finanziellen Investitionskraft unseres Gemeindehaushaltes abhängig.
 
Das zentrale Anliegen der CDU ist es, das bürgerschaftliche Engagement sowie das aller hier ansässigen Vereine und Initiativen weiter zu fördern. Es ist uns wichtig, das Erreichte zu sichern und zu erhalten.
 
Die neu strukturierte Sportförderung hat sich bewährt, sodass eine transparente und leistungsbezogene Unterstützung aller Vereine im Gemeindegebiet darstellbar wurde. Diese auf Initiative der CDU geschaffene neue Praxis steht kontinuierlich auf dem Prüfstand und wird im Bedarfsfall mit unserer Begleitung an individuelle Erfordernisse angepasst.
 

Jugend und Bildung sind untrennbar miteinander verbunden. Unsere Einrichtungen zur Kinderbetreuung und Schulausbildung zählen zu den modernsten und schönsten im Landkreis.
In den Ortsteilen bzw. bewohnten Gemeindeteilen Schönefeld, Großziethen und Rotberg werden neue Wohngebiete entwickelt. Die nördliche Grenze unserer Gemeinde zur Stadt Berlin gilt es, in den kommenden Jahren städtebaulich zu erschließen. Prognosen verdeutlichen einen Zuwachs der Einwohnerschaft um gut zwanzig- bis dreißigtausend. Dieser Bevölkerungszuwachs wird sich zu großen Teilen aus jungen Familien zusammensetzen. Das erfordert bereits eine vorausschauende Planung der sozialen Infrastruktur. Es gilt, zusätzliche Einrichtungen zur Kinderbetreuung und zur schulischen Ausbildung bedarfsgerecht zu konzipieren und zu finanzieren.
 
Mit großem Augenmaß gelang es, insbesondere auf unsere Initiative hin, den Standort für ein staatliches Gymnasium zu entwickeln. Intelligente, seitens der CDU auf den Weg gebrachte Konzepte ermöglichten das Bereitstellen der Liegenschaft sowie den Neubau des Schulgebäudes. Das Ergebnis befähigte den Landkreis Dahme Spreewald, sich als Schulträger dieser Bildungsstätte zu betätigen. Den sich an diesem Standort ausbildenden Bildungscampus werden wir proaktiv begleiten und unsere Expertise zielgerichtet in den Ausschüssen Entwicklung/Bau und Finanzen einbringen.
 
Gern blicken wir dabei auf unsere Erfahrung und Initiative, einen maßgeblichen Beitrag zur Errichtung des Gymnasiums der Evangelischen Schulstiftung geleistet zu haben, zurück. Diese Schule schloss einen Teil der bis dahin vorhandene Versorgungslücke und ist inzwischen zu einer anerkannten und geschätzten Institution der Bildungsversorgung in unserer Gemeinde avanciert.
 
Wir werden uns auch weiterhin für die Entwicklung weiterer Schulstandorte einsetzen und unsere Erfahrung in die vorbereitenden Planungen einbringen. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei gegenwärtig auf die Erweiterung des Schulcampus in Großziethen.
 
Die Entscheidung, eine weiterführende Schule zu besuchen, hängt in unseren Ortsteilen gegenwärtig maßgeblich von ihrer Erreichbarkeit mittels des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ab. Der Fokus richtet sich dabei auf den bedarfsgerechten Busverkehr. Mit der im Frühjahr des Jahres 2020 geplanten Eröffnung des staatlichen Gymnasiums in Schönefeld werden wir uns für eine priorisierende Taktung der betreffenden Buslinien aus dem Süden und aus Großziethen einsetzen. Die Grund-, Oberschule und das Gymnasium müssen für Kinder und Jugendliche komfortabel und sicher erreichbar sein.
 
Spiel- und Bolzplätze sind wichtige Freizeitziele für junge Familien. Das Angebot in Kieke­busch/Karlshof, Selchow und auch in der Siedlung Waltersdorf ist ernüchternd bis beschämend. Selbst in Waltersdorf ist der Versuch, in der Schulstraße einen akzeptablen Spielplatz zu errichten, bisher an Vandalismus und Platzmangel gescheitert. In Großziethen bedarf es auch nach jahrelangem Bemühen eines Bolzplatzes.
 
Die CDU wird sich für eine erweiterte und am Bedarf orientierte Spielplatzkonzeption einsetzen.
 
Unser Vorgehen beginnt mit einer abgestimmten Standortwahl in den Ortsteilen und bewohnten Gemeindegebieten, die in eine Prioritätenliste mündet und anschließend Bestandteil eines Gesamtkonzeptes werden muss.
 
Die gegenwärtige, seitens der Verwaltung in den Ortsteilen erhobene Bedarfsanalyse und deren geplante Auswertung unterstützen wir vorbehaltlos.
 

Eine gesunde Ernährung fängt im Kindesalter an. Schon in der frühkindlichen Ernährung werden die Weichen für ein gesundes Leben gestellt. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass in den Schönefelder Kindertagesstätten und ersten Grundschuljahren eine regionale und gesunde Ernährung, im Sinne einer Kita- und Schulspeisung erfolgt. Es ergibt wenig Sinn, die fertig produzierten Speisen von Großanbietern aus deren fern gelegenen Produktionsstätten, herbeizuholen.
 
Die CDU Schönefeld wird sich in der kommenden Legislatur verstärkt dafür einsetzen, dass vor Ort gekocht wird, um bestenfalls den Bedarf in unseren Einrichtungen unmittelbar zu decken. Dafür lohnt es sich, die vor Ort befindlichen Küchen zu ertüchtigen und sinnvolle Betreiberkonzepte zu entwickeln. Wir sind der Auffassung, dass vor Ort hergestellte Speisen deutlich gesünder und am individuellen Bedarf auszurichten sind. Gleichzeitig erwarten wir eine spürbare Senkung der Kosten.
 

Mit der Eröffnung des Flughafens BER kommt der damit verbundenen Anpassung des öffentlichen Personennahverkehrs, insbesondere der Ausweitung des Busverkehrs, eine bemerkenswerte Bedeutung zu. Das Netz und die Taktung sind optimal anzupassen. So kommt der Inbetriebnahme und Integration der S-Bahnstation Waßmannsdorf in das regionale Busverkehrsnetz eine besondere Bedeutung zu.
 
Einen aktuellen Handlungsbedarf sehen die Schönefelder CDU-Vertreter im Bereich der Wartehäuschen an den Haltestellen. Diese fehlen teilweise vollständig oder sind in einem bemitleidenswerten Zustand. Wir wollen alle relevanten Haltestellen, vor allem diejenigen mit Schulbusverkehr, zeitgemäß ertüchtigen und werden uns um entsprechende Haushaltsmittel bemühen.
 
Der mit dem Bau des Kreisverkehrs in Waltersdorf geplante Busbahnhof, stellt einen zentralen Auftakt für die Verbesserung des Umsteigepunktes und den Schülerverkehr im Süden dar. Über diesen Knoten werden mit der Eröffnung sämtliche Querverbindungen innerhalb der Gemeinde bedient. Vor allem die Haltestellen des Schulbusses werden von den verkehrsreichen Straßen in die sichere, abseits gelegene Position des Busplatzes verlagert.
 

Der anhaltend hohen Kriminalitätsbelastung in unserer Region ist entschieden entgegen zu wirken.
 
Die mit der zunächst geplanten Eröffnung des Flughafens BER temporär erhöhte Polizeipräsenz ist offensichtlich wieder zurückgegangen. Steigende Einbruchzahlen und Autodiebstähle sind bei rückläufiger Aufklärungsquote Indikatoren für eine Polizeiorganisation, die den Erfordernissen nicht gerecht wird. Die länderübergreifende Zusammenarbeit der Polizei ist zu stärken. Dem Opfer einer Straftat ist es gleichgültig, woher die Hilfe kommt, nur schnell muss sie sein.
 
Aus dieser Sicht fordert die CDU für unsere Region den Stopp des Personalabbaus. Die Zusammenfassung ursprünglich kleiner, dezentraler Organisationseinheiten ist nach wie vor nicht zukunftsweisend. Die Polizeipräsenz ist in den Ballungsräumen ebenso wie in den ländlichen Bereichen deutlich zu stärken. Wir erwarten, dass die Polizeiorganisation dem sprunghaften Aufwachsen unserer Gemeinde Rechnung trägt und mit den sich potenzierenden polizeilichen Lagen Schritt hält.
 
Neben der polizeilichen Präsenz empfehlen wir, die Sichtbarkeit bezüglich der öffentlichen Verantwortung in allen Bereichen zu erhöhen. Es erscheint deshalb sinnvoll, die Außendienstpräsenz des gemeindlichenOrdnungsamtes spürbar über die Tagesbürodienstzeit hinaus auszudehnen und die Erkennbarkeit zu erhöhen. Die Dienstkleidung und farbliche Ausgestaltung des ordnungsamtlichen Kraftfahrzeugpools sind den bundesweit vergleichbaren Standards anzupassen.
 
Doch bei aller Kritik an der offensichtlich misslungenen Polizeireform darf nicht übersehen werden, weitere Faktoren der nachhaltigen städtebaulichen Kriminalprävention voranzubringen.
 
Dem jeweiligen Ortsbild angepasste Planungen sind im Einklang mit den Einwohnern vor Ort zu erwirken und zielgerichtet umzusetzen. Wer Tatgelegenheiten reduziert, verhindert Straftaten. Deshalb werden sich die CDU-Vertreter für abgestimmte Konzepte bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes einsetzen, denn Prävention ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die für ihren langfristigen Erfolg eine ressortübergreifende Zusammenarbeit erfordert.
 
Sauberkeit und Ordnung signalisieren: „Es gibt Kontrolle!“
 
Barrierefreiheit, Beleuchtung, Markierungen und gute Zustände von öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen sind Ziel unserer Strategie zur Steigerung der Identifikation der Menschen in unserer Gemeinde, mit ihrem Gemeinwesen und dienen letztlich dem Abbau von Unsicherheit. Eine wahrnehmbare Erhöhung der objektiven Sicherheit ist die Folge.
 
Die Überwachung des fließenden Verkehrs durch stationäre und mobile Geschwindigkeitskontrollen hat sich bewährt. Die CDU wird sich für deren Erhalt und eine bedarfsgerechte Erweiterung an Unfallschwerpunkten einsetzen.
 
Ordnung und Sauberkeit beginnen vor der Tür jedes Einzelnen. Es gibt noch immer Grundstückseigentümer, die ihrer Reinigungs- und Streupflicht im öffentlichen Rad- und Gehwegbereich vor ihren Grundstücken nicht angemessen nachkommen. Hier sind neben einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit auch verstärkte Kontrollen des Ordnungsamtes unerlässlich.
 
Der Einsatz von externen Firmen für den Winterdienst ist an öffentliche Ausschreibungen gebunden. Viele Einwohner stellen in diesem Zusammenhang die Zuverlässigkeit dieser Unternehmen auf den Prüfstand. Es gilt beständig, die Leistungsfähigkeit und Vertragstreue der verpflichteten Partner zu überwachen und Abweichungen zu beseitigen. Langjährige Ortskenntnisse sichern Zuverlässigkeit und Qualität und sollten bei den kommenden Vergaben ihren Niederschlag finden.
 
Ein großer Teil der öffentlichen Grünanlagen wird durch Privatfirmen gepflegt. Vor allem verkehrstechnisch sehr schwer zugängliche und gefährliche Bereiche wurden fremdvergeben. Diese Praxis unterstützen wir weiterhin, da die gemeindeeigenen Ressourcen, insbesondere im Bauhof, für derartige Arbeitsspitzen technisch und personell nicht ausgelegt sind.
 
Weiteren Handlungsbedarf sehen wir bei der Abstimmung von Pflegeintervallen auf bestimmten Flächen. Leider ist es bis heute noch immer nicht gelungen, die qualitativen Ansprüche an die Pflege der sogenannten „Premiumflächen“ zufriedenstellend umzusetzen und diese bedarfsgerecht zu erweitern. Dies betrifft gut sichtbare Grünflächen an Ortseingängen und Zufahrten, die maßgeblich durch uns und unsere Einwohner und Einwohnerinnen und Besucher wahrgenommen werden. Insbesondere an Kreuzungen vor öffentlichen Einrichtungen oder Spiel- und Bolzflächen fordern wir eine gezielte organisatorische Abstimmung, welche noch immer überfällig ist.
 
Friedhöfe genießen in unserer heutigen Zeit des beständigen gesellschaftlichen Wandels leider nicht mehr die Bedeutung eines friedlichen Ortes der Stille und Trauer. Der Einsatz motorbetriebener Hilfs- und Arbeitsgeräte oder das Fahren mit Kleintraktoren und Fahrrädern muss zeitgemäß geregelt werden. Die Vertreter der CDU werden die damit verbundenen Forderungen in eine überarbeitete Friedhofsordnung erneut einbringen und für eine angemessene Veröffentlichung eintreten.
 
Der Verunreinigung des öffentlichen Straßenlandes u.a. durch Hundekot kann nur durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, Transparenz und empfindliche Ordnungsmaßnahmen begegnet werden. Um eine breite Diskussion anzuregen, wird die CDU das Thema im zuständigen Ausschuss erneut auf die Tagesordnung bringen.
 

Der Flughafen im Herzen unserer Gemeinde ist das größte Infrastrukturprojekt des Landes und beeinflusst unsere zukünftige Entwicklung maßgeblich.
 
Fluch und Segen liegen hier sehr nah beieinander. Einerseits gibt es Hoffnung auf Arbeit und einen wachsenden Wohlstand und andererseits die berechtigte Sorge um den fehlenden Lärmschutz und die damit sinkende Lebensqualität.
 
Die CDU ist der Auffassung, dass eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes nur auf der Grundlage einer breiten Akzeptanz bei Anwohnern und Nachbarn möglich ist. Gute Nachbarschaft zum Flughafen erfordert eben einen guten Lärmschutz, insbesondere in der Nacht.
 
Sowohl die Landesregierung als auch der Flughafen lassen am bisherigen Handeln noch immer nicht erkennen, dass sie die Sorgen und Nöte der betroffenen Menschen in unserer Gemeinde ernst nehmen.
 
In Anbetracht eines konzeptionslosen Schallschutzprogramms, unklarer Eröffnungsszenarien, anhaltender Flugroutendiskussionen sowie geplanter Teileröffnungen werden die Kandidaten der CDU sich für folgende Grundforderungen einsetzen:
 
Eine stringente und unbürokratische Umsetzung des Schallschutzprogramms auf der Basis der geltenden Normen muss zum Schutz der Ansprüche zugunsten der betroffenen Anwohner im Tag- und Nachtschutzbereich ihre Umsetzung finden.
Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen in Wohnküchen, Wintergärten und Schlafräumen sind ohne Einschränkungen anzuerkennen. Nicht die bauordnungsrechtliche Würdigung, sondern die angetroffenen tatsächlichen Nutzungen der Räume rechtfertigen den Anspruch. Wir unterstützen ein zielgerichtetes Durchführen fehlender Schallschutzmaßnahmen auch bei bisher versagten Ansprüchen aus dem Planfeststellungsbeschluss bzw. dem Fluglärmschutzgesetz.
 
Die Zunahme des Individual- und Schwerlastverkehrs auf den Straßen führt in allen Ortsteilen zu spürbaren Belastungen der Einwohner und somit zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität. Der Ausbau überregionaler Straßen, wie z.B. der Autobahnen A 113 und A 117, verstärkt die Attraktivität der Landesstraße aus Königs Wusterhausen (L 400) und der Kreisstraße aus Schulzendorf (K 6160) nach Waltersdorf.
Bereits heute ist die Leistungsfähigkeit der Orts­durchfahrt in Waltersdorf zeitweise überschritten. Aktuelle Studien belegen einen Hand­lungsbedarf an den Kreuzungen „Ortskern Kirche“ und „Ortsausgang IKEA“. Gegenwärtig gibt es weder im Kreis noch im Land eine Lobby für die Beruhigung dieser Verkehrsknoten.
 
Aus Sicht der CDU sind folgende Handlungsbedarfe geboten, die wir in der laufenden Wahlperiode angingen bzw. in der neuen Legislaturperiode umsetzen wollen:
 
schrittweises Umsetzen aller Handlungsempfehlungen aus der soeben fertiggestellten IHK Studie, der „Verkehrs- und Engpassanalyse Flughafen und Flughafenumfeldanbindung Schönefeld“, in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den benachbarten Kommunen
 
Intensivieren der Planungen für die Kreisverkehre im „Ortskern Kirche“ und „Ortsausgang IKEA“ und ggf. Sicherung des Grunderwerbs durch planungsrechtliche Beschlüsse oder konzeptionelle Master- und Bebauungspläne
 
Fortsetzen der Masterplanung im Bereich Neu-Schönefeld, mit den Schwerpunkten Hans-Grade-Allee / Waltersdorfer Chaussee sowie Knoten West im Bereich der B 96a
 
Erarbeiten eines Verkehrskonzeptes zur Erschließung optionaler Bauflächen zwischen der Gartenstadt und dem alten Ortskern Großziethen
 
Die CDU unterstützt die Machbarkeitsstudie der Länder und Planungen zur Verlängerung der U-Bahn Linie U 7 von Rudow nach Schönefeld.
 
Die Ortsdurchfahrten der Landesstraße 402 in Rotberg und Kiekebusch sind dringend sanierungsbedürftig. Vom Landesbetrieb als Baulastträger fordern wir unvermindert deren zeitnahe Sanierung. Ungeachtet dessen fördern wir als CDU Schönefeld die gemeindliche, bedarfsgerechte Unterstützung dieser Vorhaben, sollten Finanzierungslücken oder Engpässe die alsbaldige Ausführung gefährden.
 
Im Zusammenhang mit dem Schulerweiterungsbau in Großziethen zum Campus Paul-Maar-Grundschule, verschärfen sich die Verkehrsprobleme im Ortskern, am Friedhofsweg und in der Karl-Marx-Straße. Die CDU setzte sich intensiv dafür ein, nach einer anwohnerverträglichen Lösung zu suchen. In diesem Zusammenhang entstehen gegenwärtig die neuen Fahrrad- und Pkw-Zufahrten zur Paul-Maar-Grundschule.
Besonders im Interesse unserer Kinder und der älte­ren Mitbürger ist der Gestaltung fehlender Radwegeverbindungen zwischen den Ortsteilen absolute Priorität einzuräumen. Wir fordern den weiteren Ausbau des Radweges über Rotberg hinaus bis nach Tollkrug, darüber unterstützen wir das Errichten eines Radweges entlang der Landesstraße L 75 von Kleinziethen bis nach Mahlow. 
 

Die Gemeinde Schönefeld entwickelt sich sprunghaft.
 
Die Einwohnerzahlen steigen zusehends. Es steht zu erwarten, dass im Norden unserer Gemeinde, unmittelbar zur Stadtgrenze nach Berlin, ein völlig neues Wohn- und Lebensquartier entsteht.
Mit jedem Bauvorhaben wachsen die Ansprüche an die dort verfügbare Qualität. Der seit einigen Jahren anhaltende Planungsaufwand gestaltet den urbanen Raum vollkommen neu.
 
Die CDU steht seit Beginn der Planungen für das Begründen lebenswerter Räume, die neben dem modernen Wohnkomfort auch das soziale Umfeld im Visier haben.
 
So sind die am Zeichentisch entworfenen Grundzüge nun mit Leben zu füllen. Es gilt, eine erlebbare Architektur zu schaffen, die sich vom Einheitsgrau der Gegenwart abhebt. Wir wollen ein Stadtbild, das sich über einen hohen Wiedererkennungswert definiert, und das von der Abwechslung gestalterischer Vielfalt geprägt ist. Es gilt, Identifikationsräume zu schaffen, die zum Verweilen auffordern. So begrüßen wir eine Gestaltung des Straßenbildes, die zum Aufenthalt einlädt. In diesem Sinne erlangen beispielsweise Bahnhofsvorplätze, Grünzüge und Sport- und Erholungsstätten sowie gut erreichbare soziale Einrichtungen eine besondere Bedeutung. Es muss interessant werden, nach Schönefeld zu fahren, um dort zu wohnen, den Einkauf zu erledigen und die Freizeit zu verbringen. Dabei sind beispielsweise Ärzte, Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenwohnanlagen, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen in einem ausgewogenen, dem Bedarf gerecht werdenden Maß zu berücksichtigen. Wir sprechen uns gegen Betonburgen mit einem reinen Schlafsaalcharakter aus!
 
Bei allem Aufwand für die Gestaltung neuer Wohnquartiere dürfen die bestehenden und historisch gewachsenen Strukturen nicht ins Hintertreffen geraten.
 
Wir erklären den Erhalt ländlicher Strukturen und dörflicher Erscheinungsbilder zu unserer Aufgabe. Deren gleichberechtigten Stellenwert gilt es, noch zu festigen. Wir bemühen uns, die Sorge der Anwohner vor einem Aufwachsen des Durchgangsverkehrs mit den behutsamen Planungen des Umfeldes in Einklang zu bringen. Der Erhalt und die zeitgemäße Wiederherstellung historischer Strukturen, bedürfen unserer Obhut. Deshalb sind wir auf die starken Bindungen in den Ortsteilen angewiesen.
 
Die Aufgabe der Ortsbeiräte ist es, sich heimatnah und ortsverbunden für die Bedürfnisse vor Ort einzusetzen. Wir fördern die Diskussion vor Ort und streben das Einbinden der regionalen Bedarfe in die ganzheitliche Betrachtung an. Die Nähe der Ortsteile zur Gemeinschaft des Ganzen wird maßgeblich in starken Ortsbeiräten ausgeprägt. Die Ortsbeiräte kommunizieren die für den Erhalt der Heimat erforderlichen Bedarfe, deshalb unterstützt die CDU für die Ortsbeiräte mit ihren verantwortlichen Kandidaten und für ein respektvolles Miteinander. 
 

Dem altersgerechten Wohnen kommt nach unserer Auffassung eine erhebliche Bedeutung zu.
 
Bisher richteten die Planer Ihren Fokus überwiegend auf die schnell erreichbare Alltagsumgebung. Dabei geriet der Blick auf das Älterwerden leicht ins Hintertreffen.
 
Mit der CDU haben Senioren einen verlässlichen Partner.
 
Wir wollen uns dafür verwenden, dass bei allen Planungen erschwingliche und altersgerechte Wohnansiedelungen entstehen und in die allgemeine Entwicklung unmittelbar integriert werden. Es gilt, entsprechende Träger für die Gestaltung und Umsetzung angemessener Projekte zu gewinnen.
Wir wollen das Miteinander der Generationen nicht aus dem Blick verlieren und auf der Grundlage kurzer Wege sowohl das Verweilen, als auch das individuelle Alltagsgeschäft attraktiv gestalten.
 
Es muss sich lohnen, in Schönefeld zu leben und von einem aktiven erfüllten Leben in einen entspannten, sicheren Lebensabend überzugehen.
 

In Anbetracht der stabilen Finanzkraft der Gemeinde sind Investitionen in die Infrastruktur erwünscht und willkommen. Unter Berücksichtigung geltender Rechtsnormen ist mit einem gebotenen Maß an Sensibilität und Augenmaß zu planen und zu argumentieren, um die Belange aller Betroffenen im Vorfeld abwägen und berücksichtigen zu können.
 
Auf eine verständliche Planung mit breiter Akzeptanz und nachhaltiger Wirkung muss Wert gelegt werden.
 
Die finanziellen Aufwendungen der Gemeinde in die Investitionen für Straßen, Gehwege und Beleuchtung sind enorm. Wir sind stolz auf die von uns in der zurückliegenden Zeit unterstützten Infrastrukturvorhaben. Doch wäre es falsch, sich auf dem Vorhandenen auszuruhen. So sind verschiedene Projekte unvollendet und bedürfen unserer weiteren Unterstützung.
 
Beispielweise erreichte die Initiative der CDU das temporäre Instandsetzen der jahrelang verschlissenen Straßen in der Gartenstadt Großziethens.
 
Längst sind die Planungen für ein einheitliches Niederschlagswasserkonzept nicht abgeschlossen. Mit Hilfe einer gut aufgestellten Verwaltung werden wir dieses Projekt begleiten und hoffentlich zu einem für alle Beteiligten verträglichen Ende führen. Gute Ideen erleichtern das künftige Miteinander. Lassen Sie uns die Zukunft gemeinsam gestalten.
 
Wir setzen uns für den Anschluss der Gemeinde an das Berliner U-Bahnnetz ebenso wie für die Inbetriebnahme eines Haltepunktes für den DB Regio in Waltersdorf ein.
Das allein reicht uns nicht aus. Wir fordern beständig eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Es ist unser Anliegen, unsere Gemeinde zu jeder Zeit und an jedem Ort erreichbar werden zu lassen. Es ergibt keinen Sinn, Busverbindungen allein nach der Wirtschaftlichkeit der Nahverkehrsanbieter auszurichten.
 
Wer morgens in die Schwimmhalle fahren möchte, darf nicht bis zum Abend auf die Rückfahrt warten müssen.
 
Schülerbeförderungen sind servicenah an den Schulzeiten auszurichten. Die gute Erreichbarkeit der öffentlichen Einrichtungen und das Erschließen der Wohnquartiere stehen ganz oben auf unserer Agenda.
 

Der wohl bedeutendste Servicebetrieb unserer Gemeinde Schönefeld ist die Gemeindeverwaltung.
 
Moderne Zeiten erfordern ein modernes Verwaltungsmanagement, bei dem die Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben dürfen.
Es ist das erklärte Ziel der CDU, die begonnene Modernisierung unserer Verwaltung voranzubringen. Die Attraktivität als Arbeitgeberin und Ausbildungsverwaltung ist zu heben.
 
Es gilt, die Herausforderungen der beginnenden Zukunft neben den Geschäften der laufenden Verwaltung erfolgreich zu bewältigen. Dabei stellt die Sorge um den Erhalt und den Gewinn geeigneten Personals eine Hauptaufgabe dar. Bestehende Beschäftigungsverhältnisse sind den aktualisierten Anforderungen anzupassen. Es liegt in der politischen Verantwortung, das Lohn- und Gehaltsniveau der Verwaltungsbeschäftigten an die allgemein gültigen und vergleichbaren Gegebenheiten vergleichbarer Verwaltungen anzupassen. Die Verwaltung unserer Gemeinde steht vor besonderen Herausforderungen.
 
Wir befinden uns am Anfang einer klaren, einwohnerfreundlichen Neuausrichtung. Die CDU tritt dafür ein, die Wege für die Einwohnerschaft zu verkürzen. Wir können uns das Einrichten dezentraler Servicebüros neben mobilen Serviceeinheiten vorstellen, die es vereinfachen, unmittelbare Ansprechpartner vor Ort zu treffen. Es ist nicht sinnvoll, mit dem Taxi in das Rathaus zu fahren, um lediglich ein Antragsformular zu erhalten.
 
Kurze Wege sind das Ziel!
 

Die Gemeinde Schönefeld bildet unstreitig den Wirtschaftsmotor des Landkreises Dahme Spreewald ab.
 
Hier besteht schon heute ein guter Mix aus Wohn- und Gewerbeansiedlungen. Bei allem Wachstum sind die Lebensräume der Einwohner nicht aus den Augen zu verlieren. Unsere schon beschriebene, nahezu sprunghafte Entwicklung bedarf einer besonderen Begleitung. Es gilt, Konzepte nicht nur zu entwickeln, vielmehr sind gute Ideen in die Tat umzusetzen. Dafür scheint die gegenwärtige Struktur der Gemeindeverwaltung nicht geeignet.
 
Wir wollen prüfen, ob eine eigens für unserer Gemeinde zu gründende Wirtschaftsförderungsgesellschaft hilfreiche Unterstützung bei der Beratung und Entwicklung auszuprägen im Stande ist.
 
Nach unserem Dafürhalten fehlt es an einer Entwicklungsstrategie und individuellen Leitlinien zur Identifikation.
 
Der Markenkern „Schönefeld“ muss sich in den Beratungsaufgaben und in der Werbung unmittelbar widerspiegeln.
 
Unser Alleinstellungsmerkmal ist für interessierte Zuzügler und mögliche Investoren zu verdeutlichen. Schönefeld ist mehr als ein Flughafen!
 
Die CDU Schönefeld setzt sich für eine behutsame und heimatverbundene Entwicklung vorhandener Potentiale ein. Mit unserer Unterstützung sind die hierfür erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.
 

Dem Servicegedanken Rechnung tragend, setzt sich die CDU Schönefeld u.a. im Einklang mit der für das Land Brandenburg erklärten Digitalstrategie für den Einsatz moderner elektronischer Kommunikationswege ein.
 
Wir fördern und unterstützen den Ausbau des schnellen Internet, um so sichere und verlässliche Wege für eine zunehmend digitale Kommunikation zu ermöglichen. Im Rahmen zu schaffender Bürgerkontos muss es beispielsweise möglich werden, nicht nur den Ausweis online zu beantragen, sondern zunehmend die persönlichen und zeitaufwändigen Wege in das Rathaus zu reduzieren.
 
Ziel der CDU ist es, anwenderfreundliche und sichere digitale Wege zum Wohle der Einwohnerschaft zu gestalten. Erste Schritte sind bereits getan. Wir wollen mehr!
 
 
Sehr geehrte Schönefelder Wählerinnen und Wähler,
 
das vorliegende Programm ist unser Leitfaden für die kommenden Jahre. Wir vertreten Ihre Interessen in den Ortsbeiräten, in der Gemeindevertretung Schönefeld und im Kreistag.
 
Sie haben am 26. Mai 2019 die Gelegenheit, diese Ziele für die Kommunalpolitik zu unterstützen, indem Sie den Kandidaten der CDU Ihre Stimme geben.
 
Anspruchsvolle Aufgaben und Herausforderungen stehen Ihnen und uns bevor. Diese können wir nur gemeinsam lösen! Daher stehen unser Programm und Handeln unter dem Motto:
 
„Schönefeld in guten Händen“
 
Gestalten Sie mit und schaffen Sie für die Vertreter Ihrer politischen Interessen eine gute und breite Basis der Unterstützung.
 
Wir freuen uns über Ihre Stimme am 26. Mai 2019 auf der Liste der CDU. 


Laden Sie sich auch unser Wahlprogramm 2019 herunter. 
https://cdu-schoenefeld.de/download?dokument=1&file=7_wahlprogramm20191.pdf